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Pilze für zu Haus

Vor einiger Zeit sah ich auf Youtube einen TED-Talk von Gunter Pauli , in dem ich von der relativ einfachen Möglichkeit hörte, Pilze auf Kaffeesatz zu züchten. Das klang mir phantastisch und ich wollte es unbedingt ausprobieren, denn eigentlich bin ich in der Stadt schlecht aufgehoben. Am liebsten wäre ich Selbstversorger, doch das geht im 3. Stock in Uhlenhorst halt nicht so einfach.  Daher fand ich die Idee, in kurzer Zeit Pilze zu züchten total spannend.

Gesagt, getan. Doch so einfach war es dann doch nicht. Nun aber, nach allerhand Recherche, Lesen und Video-Glotzen, klappen die Experimente besser und besser. Ich mußte feststellen, daß auch der gute Gunter Pauli in seiner Rede etwas vereinfacht hatte. (Sein Buch „Upcycling“ über eine neue Kreislaufwirtschaft liest sich dennoch sehr spannend.)

Nachdem ich in der Kita immer davon erzählt hatte und mich die Erzieher belustigt und interessiert immer wieder fragten, wächst bei mir zu Hause in verschiedenen Plastiktöpfen das Mycel (so etwa  das „Wurzelgeflecht“) von Kräuterseitlingen. Wenn man es irgendwann aufhört zu füttern, indem man keine Gemüsereste oder Kaffeesatz draufwirft, beginnen langsam die Pilze daraus hervorzuschießen. Erst ganz klein, dann wachsen sie in irrwitzigem Tempo. Nach wenigen Tagen sind sie ganz da und man nimmt sie ab. Wenn die Wachsgrundlage (man spricht dabei vom Substrat) aufgebraucht ist, kann es auf den Kompost und ist dort wertvolles Material.

Wie erwähnt, hatte ich mit Kaffeesatz auf einer Grundlage von Pappe angefangen und bin jetzt soweit, daß mein Eimerchen voll ist und ich immer wieder etwas abnehme, um neue Substrate auszuprobieren. Derzeit bin ich bei Möhrenresten und Dinkelspelzen. Letzteres geht phantastisch schnell und ist nach zwei Tagen schon ordentlich verpilzt 🙂

Mal eine Frage an Euch: wer von Euch könnte sich vorstellen, zu Hause Speisepilze zu züchten, indem er seine Küchenreste darin verwertet?
Bitte schreibt es mir in die Kommentare.

Anbei ein paar Photos:

 

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